Tipps & Tricks

Hochbeet für die Aussaat vorbereiten

Ein Hochbeet punktet vor allem durch die nährstoffreiche Bodenqualität und den Schneckenschutz. Es ist außerdem deutlich wärmer als ein Beet am Boden. Das ist vor allem den Verrottungsprozessen zu verdanken, die im Inneren des Hochbeets in den verschiedenen Schichten stattfinden.

Standort

Für den Gemüseanbau im Hochbeet empfehlen wir einen möglichst sonnigen Standort. Die meisten Gemüsearten brauchen etwa sechs Stunden Sonne am Tag. Ein Hochbeet kann im Garten, aber auch auf der Terrasse oder dem Balkon stehen .

Ein Hochbeet bauen

Hochbeete sollten in ihrer Größe und Anzahl an die verfügbare Fläche angepasst werden. Bei einer begrenzten Fläche empfiehlt es sich, lieber wenige große als viele kleine Hochbeete einzurichten. Denn je kleiner die Oberfläche ist, desto geringer ist die Anzahl der pflanzbaren Sorten. Falls mehrere Hochbeete gebaut werden, sollten min. 1 m breite Wege dazwischen eingeplant werden, um die Bewirtschaftung zu vereinfachen.

Anleitung zum Bau eines Hochbeets mit Stecksystem

Wir empfehlen dir dieses Stecksystem zum Bau eines Hochbeets. Es besteht aus kombinierbaren Holzrahmen, die beliebig hoch aufeinander gesteckt werden können. Für das Gärtnern mit Kindern im Alter bis fünf Jahren eignet sich eine Höhe von zwei Rahmen, für alle anderen Nutzungen eine Höhe von drei Rahmen.

Eine zusätzliche Imprägnierung des Holzes mit lebensmittelechtem Holzöl oder Lack erhöht die Witterungsbeständigkeit und damit die Lebensdauer des Holzes. Um dein Hochbeet gegen das Eindringen von Ratten und Mäusen zu schützen, kannst du es mit Kaninchendraht auslegen, der an den Seiten etwa 20 cm hoch ist und fest mit den Wänden des Hochbeets verbunden sein sollte.

Wer Lust hat und ein wenig handwerkliches Geschick mitbringt, kann selbstverständlich auch sein eigenes Hochbeet komplett selbst bauen. Zahlreiche Anleitungen hierzu finden sich im Internet.

Ratsam ist, den Beeten nach der Befüllung 2 - 4 Wochen Zeit zu geben, damit sich die Erde und das unterliegende Material setzen können. Dafür ist eine Oberschicht von 10 - 20 cm Oberboden einzuplanen und zwischenzulagern.

Das Hochbeet befüllen

Ein Hochbeet sollte immer zuerst mit dem gröbsten Material befüllt werden, auf das dann mit jeder verdichteten Schicht ein feineres Material folgt. Auch wenn alle Schichten gut verdichtet werden, sackt der Boden im Hochbeet im ersten Jahr für gewöhnlich um bis zu 20 cm ab. Dieser "Verlust" sollte durch entsprechendes Auffüllen mit Komposterde und/oder Mutterboden ausgeglichen werden.

Ein vollständiger Verrottungszyklusdauert etwa 7 - 10 Jahre. Danach sollte das Hochbeet erneut befüllt oder komplett erneuert werden.

1.    Grobes Material
Zunächst wird das Hochbeet mit groben Ästen, Stöcken oder alten Obstkisten aus unbehandeltem Holz befüllt. Die Schicht sollte etwa 30 - 40 cm dick sein.

2.    Feiner Holzschnitt
Es folgt eine etwa 5 - 10 cm dicke Schicht aus feinem Pflanzenmaterial wie abgelagertem, gehäckseltem Heckenschnitt oder unbehandelter Pappe und Kartons.

3.    Grünschnitt
Nun folgt eine Schicht aus Laub, Gartenabfällen, Grassoden und nicht gegarten Küchenabfällen. Diese Schicht darf bis zu 30 cm dick werden, da sie die Grundlage für den Kompost liefert und Nährboden für die nächsten Jahre ist.

4.    Unreifer Kompost
Die vorletzte Schicht ist eine Lage unreifer Kompost. Dieser besteht aus halbverrotteten Garten- und Küchenabfällen. Diese Schicht darf bis zu 20 cm dick werden.

5.    Reifer Kompost
Die letzte und oberste Schicht besteht aus reifem Kompost und/oder Mutterboden, die miteinander vermischt werden.

Hier findest Du einen praktischen Rechner um die benötigten Mengen für die Befüllung des Hochbeetes zu berechnen.

Dein Hochbeet auffrischen

Hast du schon ein Hochbeet, solltest du dieses auffrischen, denn wahrscheinlich ist die Erde in im Laufe des letzten Jahres oder über den Winter hindurchabgesackt.

Wir empfehlen dir das Hochbeet wieder so aufzufüllen, dass etwa eine Handbreit Platz bis zur Kante bleibt. So läuft bei starkem Regen kein Wasser über und es bleibt auch noch Platz für die Arbeit am Beet, ohne das Erde herausfällt, z.B. beim Häufeln.

Jedes Jahr solltest du etwa 10 - 20 cm neue Erde, am besten Mutterboden oder humose Erde, als oberste Schicht auftragen.

Unser Tipp, welche Erde du verwenden kannst: Die Erde sollte locker sein, nicht zu schnell austrocknen und die Pflanze über längere Zeit mit Nährstoffen versorgen. Hierfür eignen sich die natürliche Komposterde, Gemüseerde oder Universalerde. Um die Erde noch etwas aufzulockern kannst du sie auch mit Sand mischen (Verhältnis: 2/3 Erde, 1/3 Sand). Die Erde sollte torffrei sein, damit die Umwelt geschont wird und Moore erhalten bleiben.

Im Idealfall bereitest du das Beet 1 - 2 Wochen vor der Aussaat vor, so dass der Boden sich setzen kann.

Bereit zur Aussaat?

Welche Werkzeuge und Utensilien du zum Aussäen und Pflanzen im Hochbeet bereit haben solltest, zeigen wir dir hier: 

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