Erdbeermais

'Erdbeermais'

Der Mais gehört zur Pflanzenfamilie der Süßgräser (Poaceae). Vor fünf- bis neuntausend Jahren soll der Kultur-Mais aus Teosinte entstanden sein, einer nahe verwandten, in Mexiko beheimateten Wildart. In Zentral-Mexiko existiert die größte Diversität von Mais.

Die Farben- und Formenvielfalt ist gewaltig, auch wenn uns die allgegenwärtigen gelben Hybridmais-Sorten das gern vergessen lassen möchten. Die Kolben mancher Sorten sind so wunderschön, dass man sich kaum getraut, sie kulinarisch zu verwerten. Der ‘Erdbeermais‘ ist genau ein solcher Kandidat. Die kurzen, ovalen, leuchtend dunkelroten Kolben erinnern tatsächlich an Erdbeeren und eignen sich bestens für die Floristik, z.B. für Trockengestecke. In der Milchreife geerntet kann man sie grillen, die vollreifen, an der Spindel dicht beieinanderstehenden glasigen Körner aber auch abrebeln und dann mit Sonnenblumenöl als Puffmais zubereiten und gleich warm verzehren. Ein paar aufbewahrte Körner aus eigener Ernte garantieren, dass sich dieses Vergnügen im nächsten Jahr wiederholen lässt.

Geerntet werden die reifen Kolben, wenn die Pflanze vergilbt, abstirbt. Die Früchte müssen dann aber noch nachreifen: Die noch von den Lieschen umhüllten Kolben luftig und schattig aufhängen, z.B. in einem Netz – oder die äußeren, harten Lieschblätter entfernen, dann die inneren zurückschlagen, verknoten und die schmucken Kolben daran auf eine Schnur fädeln. So trocknen die Früchte schneller, wecken möglicherweise aber auch Begehrlichkeiten bei ungebetenen Gästen: Vögel, Mäuse, Kornmotten erweisen sich oft als erstaunlich erfindungsreich und verschaffen sich dreist Zugang. Nach langer, trockener Lagerung springen die Körner beim Puffen schlecht auf, viele gar nicht. Das wird besser, wenn man sie einen Tag vor dem Gebrauch etwas anfeuchtet.

 

Alles auf einen Blick

Wissenschaftlicher Name

Zea mays L. ssp. mays var. oxyornis Körn. L.

Saat/Pflanzung/Ernte

Saat: Mitte Mai bis Anfang Juni

Erntesaison: Ab Mitte August bis Oktober, je nach Nutzung.

Saat-/Pflanzhinweise

Möglichst mehrere Pflanzen nahe beieinander abblühen lassen: Mais ist ein Fremdbefruchter, d.h. der Fruchtansatz ist besser, wenn sich mehrere Pflanzen gegenseitig bestäuben können. Im Reihenabstand von 60 cm säen oder pflanzen; Kornabstand 10 – 30 cm, nach dem Aufgang auf 30 cm vereinzeln. Die Kultur in größeren Töpfen oder Kübeln sollte möglich sein, dabei aber bitte sichern und beachten, dass die Pflanzen bis 1,80 m hoch werden können.

Saattiefe von 2 - 3 cm in einer 5 – 10 cm tiefen Furche. Nach dem Aufgang einebnen, später anhäufeln. Sämlinge außerdem z.B. mit etwas Mulch vor Vogelfraß schützen.

Vorgezogene Jungpflanzen mit 30 cm Abstand auspflanzen und so tief setzen, dass nur die oberen Blätter freistehen. Später anhäufeln, hacken und mulchen.

Pflege

•  Unkrautfrei halten und ggfl. vereinzeln
•  mit voranschreitendem Wachstum stärker mulchen
•  gründlich wässern, wenn sich ausgewachsene Blätter einzurollen beginnen
•  Sprosse ggf. stützen und gegen Windbruch und Pflanzen in Töpfen gegen Umfallen sichern

 

Aussaat-Anleitung: