Kein Frust bei Frost!

Fällt das Thermometer, ziehen wir Menschen uns warm an oder ins Warme zurück. Die fest verwurzelten Pflanzen können uns aus eigener Kraft nicht nacheifern und verdienen bei Frostgefahr deine besondere Aufmerksamkeit.

Kartoffelpflanze mit deutlich sichtbaren Frostschäden an den Blättern 

© Thomas Gladis

Wie frostempfindlich eine Gemüseart ist, hängt unter anderem von ihrer Herkunft ab:

Tropische Pflanzen wie Basilikum und Shiso verfügen über keine “Frostschutzmittel”. Daher solltest du sie im Spätherbst gut beobachten und rechtzeitig abernten, bevor ihnen der Frost zusetzt. Ebenso solltest du die Bohnen bei Frostgefahr raus aus der Kälte und hinein in den Kochtopf befördern - oder natürlich zur Saatgutverwendung trocknen lassen.

Palmkohl, Endivie und Bete sind etwas kältetoleranter. Die Bete ist ein klassisches Wintergemüse, das du auch noch bei etwas kühleren Temperaturen ernten kannst. Möchtest du Saatgut von deiner Bete gewinnen, achte darauf, die Samenträger rechtzeitig auf die Überwinterung vorzubereiten

Die Temperaturen sinken: Nur Palmkohl, Endivie und Bete dürfen bei uns im Beet bleiben.

© Ackerdemia e. V. / Black Turtle

Palmkohl und Endivie benötigen ausreichend Licht und Temperaturen über 0 Grad. Sind diese Voraussetzungen draußen nicht mehr gegeben, solltest du die Pflanzen drinnen überwintern lassen. Mehr zur Überwinterung von Palmkohl liest du hier

In strengen Wintern mit Kahlfrösten leiden sogar relativ unempfindliche Gemüse wie beispielsweise Porree. 

© Thomas Gladis

Black Turtle – Alte Sorten für junges Gemüse – ist ein Projekt von Ackerdemia e. V., gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen des Verbundvorhabens “Alte Sorten für junges Gemüse“ zusammen mit dem BUND Brandenburg.