Saatgut und Kartoffeln in die Erde bringen

Wenn Dein Beet umgegraben und eingeebnet ist, können Bohnen, Salat und Kartoffeln endlich in die Erde.

Da der Boden nach dem spärlichen Regen noch sehr trocken ist, solltest Du das Beet auf jeden Fall erst einmal ordentlich wässern. Wenn das Wasser eingezogen ist, hacke den Boden kurz durch. Ist der Boden unter der obersten Schicht noch immer staubtrocken, wiederhole die Prozedur ggf. mehrfach, bevor Du aussäst.

Nun kann es losgehen:

Kartoffeln

Zuerst ziehst Du 2 etwa 5 - 10 cm tiefe Rillen im Abstand von mindestens 60 cm, indem Du mit der Hacke Erde links und rechts neben der Rille anhäufst. In jede Rille legst Du jeweils 3 Kartoffeln einer Sorte (sofern Du vorab Deine beiden Kartoffelsorten auseinander halten kannst). Dazu hebst Du eine Pflanzschaufel voll Erde aus. In die Kuhle legst Du eine Pflanzkartoffel. Die Triebe oder Augen zeigen natürlich nach oben und sollten nicht beschädigt oder gar abgebrochen werden. Der Abstand zur nächsten Kartoffel beträgt mindestens 30 cm - das entspricht etwa der Länge Deiner Pflanzschaufel. Wenn Du alle Kartoffeln in die Kuhlen gelegt hast, bedeckst Du die Kartoffeln mit Erde, indem Du einfach mit der Hand so viel davon auf die Kartoffeln rieseln lässt, bis die Knollen und Triebspitzen nicht mehr zu sehen sind. So bekommen sie zunächst kein direktes Sonnenlicht ab und können sich an die Bedingungen im Freiland gewöhnen.

Canetti

Insgesamt hast Du 3 Spaghettibohnen der Sorte ‘Canetti’ bekommen. Diese ist eine sehr wärmeliebende Bohnenart, die z.B. gern vor einer Südwand steht und außerdem eine Rankhilfe benötigt. Am besten steckst Du zuerst 3 Bambus- oder andere Bohnenstangen im Abstand von mindestens 50 cm richtig fest in den Boden und befestigst sie oben an die Wand. Zwischen Mauerhaken und Erdnägeln aus dem Camping-Zubehör gezogene Stücke einer Wäscheleine tun es auch. Der Boden sollte handfeucht, locker und nahrhaft sein, aber nicht frisch gedüngt. Drücke je einen Samen 5 - 10 cm vor der Stange oder dem Erdnagel höchstens 2-3 cm tief in den Boden. Eine Faustregel sagt: die Bohne sollte mit so viel Erde bedeckt werden, wie sie selbst dick ist. Also schau Dir Deine Bohne an, dann weißt Du schon, mit wie viel Erde sie gern bedeckt werden möchte. Überbrause die Saat mit abgestandenem, nicht zu kaltem Wasser und setze ein Pflanzhütchen oder ein Gurkenglas über die Stelle. Die Jungpflanze darf die nachts kalten, tags recht heiß werdenden Wände nicht berühren. Insofern ist es ratsam, bis Anfang Juni bei sonnigem Wetter täglich zu lüften und die Sämlinge so abzuhärten.

Alternativ kannst Du die Bohnen auch erst einmal in Deiner Wohnung am Fenster in jeweils einem kleinen Gefäß aussäen und sie später ins Freiland pflanzen.

Black Turtle

Die Samen der Gartenbohne ‘Black Turtle’ säst Du am besten im Reihenabstand von mindestens 30 cm und im Kornabstand von 10 cm. Ziehe zuvor eine Rille und drücke die Samen mit dem Finger etwa 2 cm tief in den Boden. Da ‘Black Turtle’ weniger wärmebedürftig ist, brauchst Du keine Pflanzhütchen oder Gläser aufzusetzen. Sobald die Bohnen keimen und zu wachsen beginnen, wird die Rille mit lockerem Boden verfüllt, der die Sprosse dann stabilisiert.

Salat-Mix

Sei sehr vorsichtig beim Öffnen der Tüte mit dem Salat-Saatgut. Es sind nur einige wenige kleine Samen darin enthalten. Aus jedem dieser winzigen Samenkörner wird ein Salat wachsen.

Den Salat säst Du in einer Reihe aus, die Du z.B. mit einem geraden, auf den Boden gelegten Bambus-Stab markierst. Nun legst Du die Samen entweder einzelkornweise mit einem Abstand von 10-20 cm ab oder Du vermischst die Samen gründlich mit einer Pflanzschaufel Sand oder sehr trockener Erde und verteilst das Gemisch dann einfach gleichmäßig längs des Stabes. Die Salatsamen werden anschließend NICHT mit Erde bedeckt, denn Salatsamen sind Lichtkeimer. Sie benötigen also Licht, damit sie keimen können. Der Vorteil des Mischens der Samen mit dem Sand liegt darin, dass sie dann nicht so leicht vom Wind verweht werden. Damit Vögeln die obenauf liegenden Leckerbissen nicht finden, streue abschließend ein bisschen trockenen Grasschnitt über die Reihe.

Alle Reihen solltest Du beschriften, damit Du später noch weißt, was Du wo gepflanzt hast. Dazu kannst Du die Holzspatel aus Deinem Saatgut-Set benutzen. Interessant ist es auch, das Datum der Aussaat zu vermerken.

Viel Erfolg!

Julia