Dünger und Kompost

Es kam ja schon die Frage auf, was der Unterschied ist zwischen mineralischem und organischem Dünger - den kurzen Text dazu kannst Du hier nachlesen.

Für einen nachhaltigen Gemüseanbau brauchen wir ein aktives Bodenleben. Was ist das eigentlich genau und was können wir für die vielen Bodenorganismen tun?

Die kleine Bildergalerie rechts neben diesem Text zeigt einige Vertreter des Bodenlebens. Es besteht aus Pilzen, Algen und Mikroorganismen wie Bakterien und anderen Einzellern. Aber auch Tiere wie Tausendfüßer, Spinnentiere und Regenwürmer gehören zu den wichtigen Bodenorganismen. Sie alle verarbeiten abgestorbenes organisches Material zu dem wichtigen Humus und so auch zu neuem Dünger für Pflanzen. 1/4 der gesamten biologischen Vielfalt der Erde lebt im Boden! Unter optimalen Bedingungen können im Waldboden der Größe eines Fußballfeldes etwa 25 Tonnen Bodenlebewesen ihr Zuhause finden - sie wiegen so viel wie etwa 5 ausgewachsene Elefanten!

 
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Kapitän*in des eigenen Komposthaufens

Diese nützlichen Helfer kommen auch in einem Kompost zum Einsatz. Wenn Du Platz in Deinem Garten hast, kannst Du hier einen Kompost anlegen. Wie Du das ganz einfach machen kannst, erfährst Du auf der Internetseite des Umweltbundesamtes. Dort steht auch eine kleine Kompostfibel frei zur Verfügung. Die fertige, nährstoffreiche Kompost-Erde kannst Du für die Pflanzen in Deinen Beeten verwenden oder sie als Topferde auf dem Balkon und im Innenbereich nutzen. Somit kannst Du ganz ökologisch und lokal Deine Küchenabfälle “upcyceln”, also etwas sehr Wertvolles aus Abfällen entstehen lassen.

 

My little Wurmfarm

By Micha L.Rieser. This file is licensed under the  Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany  license.

By Micha L.Rieser. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany license.

Obwohl Du vielleicht nicht genug Platz für einen Kompost hast, musst Du nicht auf selbstgemachten Dünger verzichten: Du kannst eine Wurmfarm anlegen! Sie kann im Innenbereich aufgestellt werden und riecht angenehm nach Waldboden - wenn Du sie gut pflegst. Fisch-, Fleisch- oder Milchprodukte solltest Du nicht an die Würmer verfüttern. Zitrus- und Eierschalen mögen sie ebenso wenig. Die Wurmfarm, auch Wurmkiste genannt, ist eine Holz- oder Kunstoffkiste , in der Deine Bioabfälle mit Hilfe spezieller Kompostwürmer zu Kompost umgewandelt werden. Es gibt verschiedene Modelle. Einige haben sogar einen kleinen Ablasshahn, mit dem Du Flüssigdünger abzapfen kannst!

Eine wunderbare Chance also für Stadtkinder, die Verwandlung organischer Abfälle in Wurmhumus zu erleben, der im Handel nur teuer zu haben ist, ein hervorragender Dünger für Deine Pflanzen!

Falls Du selbst Hand anlegen willst, ist es auch einfach, die Wurmfarm selbst zu bauen. Einen kleinen Einblick in den Bau und in die Handhabung der Wurmfarm liefert dieses kurze Video des mdr.







Falls Du Fragen hast, konkretere Anleitung wünschst oder Deine Erfahrungen mit Deinem Kompost oder Wurmfarm teilen möchtest, schreibe einfach eine E-Mail an uns unter hallo@black-turtle.de.

Eva