Klimawandel, Klimastreik, Klimaschutz - was hat das mit Gemüse zu tun?

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Am 20.09. findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen erneut für die Einhaltung des auf der UN-Klimakonferenz 2015 beschlossenen Übereinkommens von Paris und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Dieses Mal ruft Fridays for future unter dem Motto #AlleFürsKlima dazu auf, gemeinsam mit ihnen für das Klima auf die Straße zu gehen! Das Klimakabinett des Bundes muss am 20.09. weitreichende Entscheidungen für mehr Klimaschutz in Deutschland treffen.

Es bleibt also spannend, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Klimaziele von Paris einzuhalten.

Bereits heute beeinflusst die Klimaveränderung das Leben und die Lebensgrundlagen von zahlreichen Menschen weltweit. Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen sind nur einige Auswirkungen des anthropogenen (menschgemachten) Treibhauseffekts. Diese Auswirkungen verschärfen zusätzlich bereits bestehende Ungleichheiten weltweit.

Was hat dies nun aber konkret mit Lebensmitteln und Gemüseanbau zu tun?

Eine ganze Menge!

Auf der einen Seite trägt die Produktion von Lebensmitteln zum Treibhauseffekt bei, auf der anderen Seite ist die Landwirtschaft von den Folgen der Klimaveränderung stark betroffen.

Hier einige Fakten und Zahlen:

Quelle und Anteil von Lebensmittelabfällen in Deutschland   Quelle:  Bundesminiterium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Quelle und Anteil von Lebensmittelabfällen in Deutschland

Quelle: Bundesminiterium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

  • Der Ausstoß von sogenannten Treibhausgasen heizt die Klimaveränderung immer weiter an. Etwa 11% der weltweiten anthropogenen Treibhausgase stammen aus der Landwirtschaft. (siehe Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung) Besonders hervorzuheben sind hierbei:

    • Die Landnutzungsänderung: Umbruch von Grünland und Niedermoorstandorten

    • Die Düngung mit mineralischen Stickstoffdüngern und Wirtschaftsdüngern (siehe Umweltbundesamt)

  • Lebensmittelabfälle tragen zum Klimawandel bei. 0,5 Gigatonnen CO2-Äquivalente werden jetzt schon durch Lebensmittelverluste produziert - einer neuen Studie des Potsdamer Institutes für Klimafolgenforschung zufolge, könnte der Beitrag bis Mitte des Jahrhunderts auf 1,9-2,5 Gigatonnen CO2-Äquivalente ansteigen.

    Etwa 1/3 aller Lebensmittel weltweit wird nicht verzehrt sondern weggeworfen! Die Europäische Umweltagentur zeigt private Haushalte als einer der Hauptverursacher auf (siehe Grafik).

  • Lebensmittel tragen erheblich zum Ausstoß von Treibhausgasen bei, vor allem wenn diese auf dem Luftweg in die Läden kommen.

  • Die Zunahme von extremen Witterungen und Veränderung der Vegetationsperioden gefährdet die Ernte und auch der Zustand der Böden wird sich verändern. Die Auswirkungen der Klimaveränderung sind regional unterschiedlich ausgeprägt (siehe Umweltbundesamt).

 

Was können wir als Black-Turtle-Crew neben dem eigenen Gemüseanbau (Vorteile: spart Transportwege und fördert ressourcenschonenden und nachhaltigen Anbau) und dem Erhalt alter Sorten (Erhält die biologische Vielfalt, die uns in der Klimawandelanpassung sehr hilfreich sein kann) denn noch alles machen?

Das Bundeszentrum für Ernährung hat diesbezüglich einen kurzen anschaulichen Film herausgebracht:

Was hat mein essen mit dem Klima zu tun?

 
Eva