Mehr Shiso gefällig?
Vermehrung leicht gemacht

Du willst Shiso vermehren? Eine gute Wahl auch für Einsteiger*innen, denn das geht verhältnismäßig einfach. Shiso kannst du vegetativ und generativ vermehren: 

  • Bei der vegetativen Methode “umgehst” du die Saatgutgewinnung und pflanzt bewurzelte Triebe, aus denen sich durch deine Hege und Pflege weitere Triebe mit Blättern entwickeln und so weiter. Dieses Vorgehen eignet sich auch zur Überwinterung von Shiso-Pflanzen in deiner Wohnung.  
  • Bei der generativen Vermehrung bleibst du näher am “natürlichen” Kreislauf, der vom Samenkorn über Keimung, Wachstum und Blüte erneut beim Samenkorn anlangt. Sie ist daher auch etwas aufwendiger.  

Einführende Bemerkungen zu Shiso-Sorten

Beim Shiso solltest du wie bei allen anderen Arten beachten, dass eine sortenreine Vermehrung prinzipiell nur von samenfesten Sorten möglich ist. Die meisten erhältlichen Shiso-Handelssorten hierzulande werden wegen ihres Zierwertes und weniger aufgrund ihres Aromas selektiert und gezüchtet, da sie anders als in einigen asiatischen Ländern selten zum Verzehr angebaut werden. Die Pflanzen werden teils über einen Meter hoch und nehmen auch in der Breite beeindruckende Maße an. Die Blätter selbst sind am Rand wellig und gezackt oder im ganzen blasig, die Farbe geht meist von tiefrot bis ins Schwarze.

Vegetative Vermehrung

Die vegetative Vermehrung beim Shiso ist die unkompliziertere Variante:
Du benötigst einige frische, knackige Shiso-Blätter mit Stiel, ein Glas und ein halbschattiges Plätzchen.

Hast du eigene Shiso-Pflanzen, suche dir ein schönes, wüchsiges Exemplar aus und kappe mehrere Seitentriebe. Wenn dein Beet verhältnismäßig dicht bepflanzt ist, wähle mit Vorliebe Seitentriebe, die anderen Pflanzen am meisten Licht nehmen. Alternativ kannst du Shiso-Triebe (Blätter mit Stiel) auch in vielen Asia-Märkten besorgen.

Schneide dann die größten Blätter ab, damit die Pflanze mehr Energie übrig hat, um Wurzeln ausbilden zu können. Schneide den Stiel unten schräg an. So entsteht eine größere Fläche, durch die die Triebe Wasser aufnehmen können.

Fülle nun ein Glas oder eine abgeschnittene Plastikflasche ca. 2-3 cm hoch mit Wasser und stelle die Triebe hinein. Um sicher zu gehen und einzelne “Ausfälle” verkraften zu können, nimm immer mehr als einen Trieb. Stelle das Glas auf ein Fensterbrett, am besten ost- oder westseitig.

Seitentriebe kappen ...

... und in einem Glas Wasser wurzeln lassen

Nach ungefähr einer Woche haben sich weiße Wurzeln gebildet. Du kannst die bewurzelten Triebe nun in Töpfe oder direkt in dein Beet pflanzen. Bis sie richtig angewachsen sind, solltest du sie regelmäßig gießen und auch später nie ganz austrocknen lassen.

Fülle etwas Erde (idealerweise torffrei und in Bio-Qualität) halbhoch in einen großen Topf oder Eimer und setze die Pflanzen hinein. Fülle dann weiter mit Erde auf, so dass die Pflanzen noch oben herausschauen. Wässere und putze die Pflanzen regelmäßig. Sobald sie treiben und wieder größere Blätter ausbildet, kannst du diese ernten und wieder Triebe zur vegetativen Vermehrung nutzen, und der Kreislauf beginnt von vorne.

So kannst du Shiso als Zimmerpflanze in deiner Wohnung überwintern. Regelmäßiges Ernten und Genießen inklusive! 

Vegetative Vermehrung

Die vegetative Vermehrung beim Shiso ist die unkompliziertere Variante:
Du benötigst einige frische, knackige Shiso-Blätter mit Stiel, ein Glas und ein halbschattiges Plätzchen.

Hast du eigene Shiso-Pflanzen, suche dir ein schönes, wüchsiges Exemplar aus und kappe mehrere Seitentriebe. Wenn dein Beet verhältnismäßig dicht bepflanzt ist, wähle mit Vorliebe Seitentriebe, die anderen Pflanzen am meisten Licht nehmen. Alternativ kannst du Shiso-Triebe (Blätter mit Stiel) auch in vielen Asia-Märkten besorgen.

Schneide dann die größten Blätter ab, damit die Pflanze mehr Energie übrig hat, um Wurzeln ausbilden zu können. Schneide den Stiel unten schräg an. So entsteht eine größere Fläche, durch die die Triebe Wasser aufnehmen können.

Fülle nun ein Glas oder eine abgeschnittene Plastikflasche ca. 2-3 cm hoch mit Wasser und stelle die Triebe hinein. Um sicher zu gehen und einzelne “Ausfälle” verkraften zu können, nimm immer mehr als einen Trieb. Stelle das Glas auf ein Fensterbrett, am besten ost- oder westseitig.

Nach ungefähr einer Woche haben sich weiße Wurzeln gebildet. Du kannst die bewurzelten Triebe nun in Töpfe oder direkt in dein Beet pflanzen. Bis sie richtig angewachsen sind, solltest du sie regelmäßig gießen und auch später nie ganz austrocknen lassen.

Fülle etwas Erde (idealerweise torffrei und in Bio-Qualität) halbhoch in einen großen Topf oder Eimer und setze die Pflanzen hinein. Fülle dann weiter mit Erde auf, so dass die Pflanzen noch oben herausschauen. Wässere und putze die Pflanzen regelmäßig. Sobald sie treiben und wieder größere Blätter ausbildet, kannst du diese ernten und wieder Triebe zur vegetativen Vermehrung nutzen, und der Kreislauf beginnt von vorne.

So kannst du Shiso als Zimmerpflanze in deiner Wohnung überwintern. Regelmäßiges Ernten und Genießen inklusive! 

Generative Vermehrung

Für die generative Vermehrung gewinnst du Saatgut, also Shiso-Samen. Dafür müssen die Pflanzen aber erst einmal blühen.

Bereite dein Beet gut vor und säe das Shiso-Saatgut ab April/Mai dünn und möglichst breitwürfig aus, also mit etwas Schwung gleichmäßig über die gewünschte Anbaufläche verteilt. Bei zu dichtem Aufgang vereinzeln und nur die Pflanzen stehen lassen, die sich voll entwickeln sollen. Sei anfangs sehr vorsichtig, denn die rotblättrigen Sorten fallen als Jungpflanzen kaum auf.

Hast du mehrere gesäte oder gepflanzte (siehe oben “vegetative Vermehrung”) Shiso-Pflanzen im Topf oder Beet, entscheide dich für die prächtigsten, aromatischsten Exemplare, die du zur Saatgutgewinnung stehen und blühen lässt. Auch hier gilt natürlich: Regelmäßiges Wässern der Pflanzen und Ernten der größeren Blätter nicht vergessen. Nimm ihnen aber nicht zu viel Laub, damit du die Pflanzen nicht schwächst.

Die Blütezeit ist sortenabhängig von August bis November. Blüht das Shiso erst einmal, reifen die Samen recht schnell heran. Je früher die Sorte blüht, desto besser: Ein im Spätsommer blühendes Shiso braucht nämlich keinen Frostschutz, im Gegensatz zu einer Sorte, die erst im November blüht. Achte auch darauf, dass möglichst mehrere Pflanzen im Freiland gleichzeitig abblühen, damit die Bienen sie kreuzbestäuben können.

Spätestens nach dem ersten Bodenfrost geht’s an die eigentliche Saatgutgewinnung: Schneide das Kraut ab und hänge es gebündelt an einem luftigen, nicht zu warmen Ort zum Trocknen auf. Am besten legst du ein Papier oder Tuch darunter, um damit schon herausfallendes Saatgut aufzufangen. Sind die Pflanzen rascheldürr, kannst du die Fruchtstände (die aus den Blüten hervorgegangen sind) ausschlagen oder ausdreschen. Zum Ausschlagen empfehlen wir dir einen großen Behälter, eine Schubkarre eignet sich prima. Ausdreschen ist zum Beispiel mit einem Fleischklopfer möglich. Dann siebst du die Saat ab und nutzt (bzw. wartest auf) mäßigen Wind im Freien. Nimm zwei Schüsseln oder Schalen und lass das Saatgut von einer hochgehaltenen Schale oder Schüssel in eine tiefer gehaltene rinnen. Der Wind weht dann die leichteren, unerwünschten Teile fort. Sei dabei vorsichtig, denn die Samen sind nur 1-2 mm groß und relativ leicht. Lagere das Saatgut kühl, trocken und dunkel

Du möchtest deine eigene Shiso-Sorte züchten? 

Für deine eigene Kreuzung benötigst du mindestens zwei Shiso-Pflanzen unterschiedlicher Sorten, die nebeneinander stehen und gleichzeitig blühen. Sind die Pflanzen erntereif, gehe dennoch getrennt vor bei der Ernte wie auch bei der Kultivierung im folgenden Jahr. Säe nicht alles aus, sondern behalte einen Rest vom Saatgut zurück. Aus den neu gekreuzten Pflanzen wählst du die aus, von denen dir das Aroma, die Farbe oder der Wuchs am besten gefallen und lass nur diese blühen und abreifen. Vergleiche sie mit den Ausgangspflanzen aus dem vorigen Jahr – so kannst du leicht überprüfen, ob du die richtige Auswahl getroffen hast.  

Black Turtle – Alte Sorten für junges Gemüse – ist ein Projekt von Ackerdemia e. V., gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen des Verbundvorhabens “Alte Sorten für junges Gemüse“ zusammen mit dem BUND Brandenburg.