Was ist Dünger denn eigentlich genau?

Pflanzen benötigen für ein gutes Wachstum neben Sonnenlicht auch Nährstoffe und Wasser. Dies beziehen sie meist aus dem Boden. Nicht jeder Boden ist optimal mit Nährstoffen versorgt und durch die Gemüseernte entziehen wir dem Boden zusätzlich Nährstoffe. Wenn wir düngen, geben wir dem Boden Nährstoffe zurück und können dauerhaft leckeres Gemüse ernten.

Was ist aber eigentlich der Unterschied zwischen organischem und mineralischem Dünger?

Organischer Dünger ist natürlich gewachsen und besteht aus organischem Material wie Kompost oder Hornspäne. Die wichtigen Helfer im Boden wie Regenwürmer und Mikroorganismen ernähren sich vom organischen Dünger und wandeln ihn in pflanzenverfügbaren Dünger um. Und nebenbei produzieren sie auch noch Humus, der die das Wasserhaltevermögen des Bodens steigert und Nährstoffe im Boden hält.

Mineralischer Dünger hingegen wird industriell hergestellt. Über die Wurzel kann die Pflanze diese Nährsalze direkt aufnehmen, sie wirken sofort nach der Ausbringung. Allerdings sind diese Nährsalze wertlos für das Bodenleben; sie bekommen kein Futter. Bei starken Regenfällen oder intensivem Gießen können diese Nährstoffe sofort ins Grundwasser oder in Bäche ausgewaschen werden. Dort führen sie zu unerwünschte Folgen und stören den Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen.