Was ist ein Hochbeet?

Der Begriff Hochbeet ist nicht klar definiert, sondern bezeichnet lediglich erhöht angelegte Beete. Diese können je nach Wunsch und Einsatzgebiet gestaltet und befüllt werden. Zu den Vorteilen eines Hochbeetes gehört der Komfort, sich bei der Gartenarbeit nicht bücken zu müssen. Besteht die Füllung aus geschichtetem organischem Material, wachsen die Pflanzen darin schneller, denn bei der Verrottung entsteht im Boden Wärme, die den Pflanzen zu Gute kommt. Das ist nicht der Fall, wenn reiner Mutterboden verwendet wird. Ein Beet mit mehr als 30 cm Höhe sollte in Schichten befüllt werden, da sonst eine sehr große Menge Mutterboden benötigt wird. Jede Art von Hochbeet bietet den Vorteil, dass die Erde früher von der Sonne aufgewärmt wird und Pflanzen so eher aufkeimen und wachsen.

Hochbeete sind nur dann einem Acker bzw. ebenerdigem Beet vorzuziehen, wenn keine geeigneten Flächen vorhanden sind, diese stark belastet oder versiegelt sind. Im Vergleich zum Acker ergeben sich stets zusätzliche Kosten für den Bau und die Einrichtung. Für Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen bieten sie hingegen oft die einzige Möglichkeit überhaupt zu gärtnern.

Die Pflege eines Hochbeetes ist ähnlich der eines Ackers. Aufkommende Unkräuter und Beikräuter werden entfernt und der Boden wird regelmäßig gehackt und aufgelockert werden. Die Wasserzufuhr durch Regen ist hier, wie übrigens auch bei Pflanzen in Blumentöpfen, oft nicht ausreichend. Bei einem normalen Acker oder Beet wird viel Feuchtigkeit aus dem Boden direkt zu den Pflanzen geleitet. Da bei Hochbeeten über 30 cm bzw. solchen mit Schichtung kein ausreichender Kontakt mit dem umliegenden Boden besteht und die Oberfläche relativ gering ist, muss hier gelegentlich gegossen werden. Dies ist vor allem in den Sommermonaten relevant, da die Beete hier leicht austrocknen können. 

Während im ersten Jahr die meisten Nährstoffe verfügbar sind, nimmt der Nährstoffgehalt in den Folgejahren ab. Herbstliches Mulchen wirkt dem entgegen. Fall-Laub kann ggf. mit einem Überwurf aus Jute oder Netzen oder mit etwas Erde gegen Verwehen geschützt werden. Das Ausbringen von reifem Kompost ist eine gute Alternative, um neue Nährstoffe hinzuzufügen.