Ein kleines Bohnen ABC

Wann kannst Du Deine Bohnen ernten und wie geht’s dann weiter, falls Du Dich für die Saatgutgewinnung entscheidest? Wie kann man die Bohnen eigentlich zubereiten? Von B wie Black Turtle bis C wie Canetti - auf dieser Seite haben wir für Dich alles Wissenswertes über unsere beiden Bohnen-Protagonistinnen gesammelt.

Canetti

Die Früchte der zu den Spaghetttibohnen gehörenden rankenden Sorte ‘Canetti’ können 50 – 60 cm lang werden. Etwa 70 Tage nach der Aussaat können die ersten Früchte geerntet werden. Das Erntefenster beträgt ungefähr 4 Wochen. Die schnurartigen Bohnenhülsen besitzen dann eine hellgrüne Farbe und haben eine feste Konsistenz. Zum Vergleich Deiner Bohne findest Du hier einige Fotos erntereifer Canettis.

Verzehrt werden die gesamten Hülsen mit den Samen. Sie ergeben ein sehr wohlschmeckendes Gemüse. Besonders gut ist die Spaghetti- oder Kilometerbohne, wie die Canetti wegen ihrer Länge auch genannt wird, für Wokgerichte geeignet.

Später im Reifeprozess wird die Frucht weicher und die gesamte Hülse voluminöser. Ihre Farbe wird dann heller, eher grünlich-weiß. Die Stellen mit den Samen wirken in der Hülse größer und dicker. In diesem Stadium schmecken die Früchte nicht mehr so gut. Du kannst sie dann zum Abreifen an der Pflanze hängen lassen. Um Schneckenfraß zu vermeiden, sollten die Früchte keinen Bodenkontakt haben. So gewinnst Du delikat schmeckende Trockenbohnen dieser Art oder eben Saatgut für die nächste Gartensaison. Eine ausführlichen Artikel zu Thomas’ Canetti Saatgutgewinnung findest Du hier.

Fotos der überreifer Hülsen:

Je nach Bodenqualität, Ernte-Intensität und Standort blühen und verzweigen sich die Canetti-Pflanzen weiter oder nicht. Es kann also immer wieder junge Früchte zu ernten geben. Ein kleiner Insider-Tipp zum Schluss: die jungen Blätter und zarte Sprossen, die nachtreiben, können ebenfalls verspeist und zu schmackhaften Gerichten verarbeitet werden. Oder man kann sie zusammen mit anderen Blattgemüsen wie Spinat verwenden.

Black Turtle

Grundsätzlich sind Gartenbohnen roh giftig! Sie sollten nur gegart genossen werden. In Gemüsepfannen, Eintopfgerichten und nach dem Garen zu warm oder kalt gereichten Salaten verarbeitet werden die Hülsen mit Samen, die halbreifen oder reifen Samen und selten auch die Blätter der Bohnen. Sie ist also hauptsächlich zum Verzehr der reifen Samen geeignet, wegen der fädigen Hülsen weniger als die Brech- oder Schnippel-Bohne (Fisole).

Früher wurden Bohnen auch gedörrt. Reife Fruchtschalen der Gartenbohne haben eine schwach harntreibende Wirkung. In der Volksmedizin wird Bohnenschalentee vorbeugend gegen Harnsteine verwendet und unterstützt Behandlungen von Diabetes. Die Sorte ‘Black Turtle’ ist eine Trockenbohne. Sie wird also hauptsächlich zur Nutzung der reifen Samen kultiviert. Die Kulturdauer beträgt in etwa 90 Tage. Die Bohnenfrucht ändert bei der Abreife ihre Konsistenz und Farbe. Sie ist dann ledrig bis hart und hat eine bräunlich-weiße Farbe angenommen. Ab diesem Zeitpunkt kannst Du die schwarzen Bohnensamen wegen der stark ausgebildeten Fäden leicht aus der Hülse herausholen. In traditionellen Gerichten wie Suppen, Chilis oder als Bohnenmus schmeckt sie besonders gut – oder man hebt sie auf und kann sie in den nächsten 3 – 4 Jahren als Saatgut verwenden.

Bilder reifer Black Turtles zeigen wir Dir hier:

 
 

Da die Black Turtle besonders gut als Mus schmeckt, wollen wir Dir das Rezept für den schwarzen Bohnen-Hummus nicht vorenthalten:

Für 4 Personen benötigst Du folgende Zutaten:

cook-1375788_1920.jpg

3 EL Olivenöl
3 Knoblauchzehen grob gehackt

400 g Black Turtle Bohnen
1 EL Tahini (Sesammus)
2 EL Zitronensaft
Salz etwa eine Prise nach Geschmack
0,5 TL Kreuzkümmel gemahlen

Zubereitung
Die geernteten Black-Turtle-Bohnen in reichlich Wasser etwa 30 - 40 Minuten kochen. In der Zwischenzeit bei mittlerer Temperatur das Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Dann den Knoblauch hinzugeben und etwa 3 Minuten unter stetigem Rühren andünsten.

Den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die gekochten Black Turtle, Tahini, Zitronensaft sowie Salz und Kümmel mit einem Pürierstab pürieren. Nach und nach das Öl mit dem Knoblauch hineingießen und so lange pürieren, bis eine cremige Masse entsteht. Wenn der Hummus zu dick ist, noch ein wenig Wasser hinzugeben.

Guten Appetit!

Eva