Wie lagere ich mein Bohnensaatgut richtig?

Samen sind lebendig und daher nicht unbegrenzt lager- und keimfähig. Von Art zu Art gibt es gewaltige Unterschiede: Pappeln und Weiden keimen nur wenige Stunden nach der Reife und nach ihrem Abflug von der Mutterpflanze. Bei Datteln hat man bis zu 1.000 Jahre altes Saatgut gefunden, das noch keimfähig war. Bei den meisten Gemüsearten bleibt die Keimfähigkeit 1 - 3 Jahre erhalten, bei Kühllagerung ggf. länger.

Einige grundsätzliche Punkte solltest Du auf jeden Fall beachten, damit Dein Saatgut zuhause optimal gelagert wird. Das Saatgut muss vollkommen ausgereift und trocken sein, ehe es eingelagert wird, außerdem frei von Beimengungen, Krankheiten und Schädlingen.

Frisch gereinigtes Saatgut enthält oft noch etwas Rest-Feuchtigkeit. Ein Tablett mit je einem Geschirrtuch unter und über der flachen Schicht Saatgut an einem schattigen, luftigen und trockenen Ort mäuse- und vogelsicher aufgestellt, erleichtert das rasche, verlustarme Durchtrocknen. Beim Abfüllen in verschließbare Gläser oder Papiertüten nochmals feinreinigen und darauf achten, dass keine Schädlinge mitgenommen werden. Verschlossene Gläser dürfen innen nicht beschlagen.

Das vollständig gereinigte und getrocknete Saatgut sollte möglichst

·       luftdicht

·       kühl

·       dunkel

gelagert werden. Profis geben kleine Beutelchen in die Gefäße, die mit Feuchtigkeitsindikator versetztes Silica-Gel enthalten. Das Gel wird von Zeit zu Zeit gewechselt und bei hohen Temperaturen regeneriert, um die Lagerzeit des Saatgutes zu verlängern, die Anbauintervalle auszudehnen. Besser ist, die Arten und Sorten häufig anzubauen, damit sie sich den ändernden Umweltbedingungen anpassen können.

Silicea-Gel ist übrigens in Drogerien oder Apotheken erhältlich. Es kann bei 80- 100 °C regeneriert werden und ist mehrmals verwendbar.

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Eva