Wie wird aus einem Rosenbeet ein Gemüsebeet?

Kein Garten ohne Rosen, und mögen sie noch so stachelig sein. In einigen asiatischen Ländern werden ganz junge Rosentriebe (mit Stacheln!) und Blütenknospen als Gemüse gegessen - leider nichts für den mitteleuropäischen Gaumen, der adstringierende "Genüsse" eher meidet.

Rosen pflanzt man am besten im November und schneidet sie im April, einige Rosenklassen zusätzlich im Herbst, andere nur nach der Blüte und wieder andere gar nicht. Rosen sind eine Wissenschaft für sich. Nur Containerrosen lassen sich ganzjährig versetzen. Also am besten in diesem Jahr den Platz nutzen, an den die Rosen im kommenden Herbst gepflanzt werden sollen und die Rosen auf ihren baldigen Umzug schonend vorbereiten: Etwas kräftiger zurückschneiden als in anderen Jahren, nur 1-2-jähriges Holz mit kräfigen Augen belassen und auch nach der Blüte bald wieder auf 2-3 Augen zurückschneiden. Keine "Kleiderhaken" stehen lassen, immer auf Astring schneiden (maximal 5 mm über einem Auge). Obendrein 2-3-mal im Jahr rund um die sicher schon recht alten, wuchtigen Stöcke in respektvollem Abstand den Boden mit einem langen Spaten einstechen, den Rosen so die Grenzen des Wachstums aufzeigen.

Alten Mulch auf dem zukünftigen Gemüsebeet untergraben (keinen Rindenmulch! Nur angerottetes Gras, Herbstlaub, Zweige etc.). Das Gemüse und später dann auch die Rosen werden es gleichermaßen danken. Bei der Rosenpflanzung im Herbst dem Boden ordentlich Lehm zumischen, das versöhnt die spinösen Damen und läßt sie im nächsten Jahr wieder in altgewohnter Pracht und wunderbarem Glanz erstrahlen.

GartenBlack Turtle