Tipps & Tricks

Gemüse für die Saatguvermehrung überwintern

Einige Gemüsearten erreichen ihre Nutzungsreife zur Saatgutgewinnung erst im zweiten Jahr. Hierzu zählen bspw. Palmkohl, Mangold, Endivie, Bete, Kohlrübe. Saatgut von Zwiebeln lässt sich sogar erst im dritten Jahr ernten.

Da all diese Pflanzen nicht winterhart sind und die kühlen Temperaturen in unseren Breitengraden meist nicht im Freiland überleben, sollten wir sie zum Überwintern einlagern und im kommenden Frühjahr wieder nach draußen bringen. In milden Wintern oder an besonders geschützten Orten kann es durchaus passieren, dass Pflanzen auch im Freiland durch den Winter kommen. Aber das ist Glückssache. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Pflanzen an frostfreien Orten überwintern.

Bei der Art und Weise, wie wir unsere Gemüse durch den Winter bringen, unterscheiden wir grundsätzlich Blattgemüse, Knollen- und Wurzelgemüse sowie Zwiebeln/Schalotten.

Blattgemüse überwintern:

Dazu gräbst du die ganzen Pflanzen vor dem ersten Frost samt Wurzeln aus, schüttelst die Erde ab und stellst sie einzeln in einen Eimer mit handfeuchtem (nicht zu nassem!) Sand und lagerst sie z.B. in einer frostfreien Garage. Am sichersten überwintern sie bei Temperaturen zwischen 0 und 10 °C an einem hellen Ort. Achte darauf, dass die Wurzeln niemals austrocknen.

Die Pflanzen sind dankbar, wenn sie an frostfreien Tagen (und Nächten) im Freien stehen können, so dass sie Luft und Licht bekommen. Dies ist eine gute Gelegenheit, nach den Wurzeln zu schauen und ggf. vorsichtig etwas Wasser zu geben. Wird es frostig, bringst du die Pflanzen rechtzeitig zurück an ihren kühlen, wenn möglich hellen Ort.

Sobald es draußen wärmer wird, kommen die Pflanzen zurück ins Freiland. Meist ist es gegen Ende März oder Anfang April so weit. Leichte Bodenfröste schaden ihnen nicht.

Knollen- und Wurzelgemüse

Dazu erntest du die gesamte Pflanze, indem du die Knollen mit ihren Wurzeln ausgräbst, bzw. die gesamte Wurzel erntest. Die Blätter schneidest du ab, bzw. bei der Bete drehst du sie ab. Da die Knollen ausreichend Feuchtigkeit speichern, kannst du sie einfach bis zum nächsten Frühjahr an einem kühlen, luftigen und dunklen Ort bei möglichst hoher Luftfeuchtigkeit lagern. Wer Angst hat, dass sie zu trocken lagern, kann die Knollen auch in handfeuchten Sand einschlagen.

Zwiebeln/Schalotten

Zwiebeln/Schalotten solltest du nach der Ernte putzen und von trockenem Laub befreien. Anschließen kannst du sie in einem Netz oder einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen, dunklen, luftigen Ort bis zum Frühjahr aufbewahren. Es ist sinnvoll ab und an zu kontrollieren, ob Fäulnis auftritt. Faule Zwiebeln/Schalotten unbedingt entsorgen.

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